Verein der Ordonnanz Militärvelo 05 Freunde
Sektion Sieger-, Münster-, Sauerland und nördliche Schweiz

Militär-Velo – Tour 2026

10 – 14. Mai

Dieses Jahr startete unsere Velo-Tour bei Gerhard mit einem stärkenden ausgiebigen Frühstück/Morgenessen. Nach dem einchecken im alt gekanntem Hotel Albert wurde Stephan am Bahnhof Dorsten abgeholt. Wenn ein Schweizer Bürger im Zug sitzt (man glaubt es kaum) ist die Deutsche Bahn auch pünktlich.

Erstmal zu Gerhard zurück wurde Aufstellung genommen für ein Pressefoto mit einem restauriertem Diamant-Bahnrad (für solche Dinge ist Gerhard der absolute Spezialist). Danach ging´s richtig los Richtung Norden der ersten Station Schloss Lembeck. Hier konnte Gerhard diverse Anekdoten dieser blaublütigen Spezies berichten. Die brauchen scheinbar viel Geld von uns einfachem Volk, denn ohne Eintrittsgeld kein Zugang. Weiter ging die Fahrt über wunderschöne Nebenstrecken durch die Wälder und Felder zum nächsten Stopp – Schloss Raesfeld. Diese Herrschaften waren dem gemeinen Volk eher wohlgesonnen. Da der Wettergott es sehr gut mit uns gemeint hat, war ein großes Kaltgetränk erforderlich. Nach Umrundung des wunderschönen Wasserschlosses ging es um Schermbeck zurück nach Holsterhausen ins Hotel. Die ersten 60 Kilometer waren geschafft. Gerhard hatte 8 km mehr in seinen Beinen, da er schon vorbildlich von zu Hause mit dem Velo zum Hotel angereist war. Der Abend fand seinen Abschluss im Restaurant „Im-Dalmatia“ mit viel zu großen Portionen. Im Gruppen-Chat wurden fleißig Bilder ausgetauscht, die im Laufe des Tages geschossen wurden. Der Tag endete um ca. 21 Uhr im Bett – wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten.

Der Zweite Tag begann Punkt 8 Uhr im Frühstückssaal – wir fanden kaum Platz für unsere Kaffeetasse, da Stephan den Tisch mit Schweizer Schokoladenpracht überhäuft hatte. Alles für Euch, sagte er, sogar die Bedienung ist bedacht worden. der Mann ist unbezahlbar! (auch wenn das mit seiner Kreditkart nicht immer funktioniert 😉 Wir haben dann ausgiebig gefrühstückt, da die Fahrt Richtung Bottrop in „hochalpines“ Gelände gehen sollte. Gerhard ist der beste Tour-Gide des Ruhrgebiets (mindestens). Es ging mal wieder über versteckte und verwinkelte Pfade, die scheinbar nur er kennt. Nach mehrmaligen tiefen Schnaufern wurde der Anstieg zur Skihalle in Angriff genommen, denn oben lockte ein Biergarten. Hätten wir unten aufgepasst, dann wäre uns das Schild mit den Öffnungszeiten aufgefallen. Also – Skihalle zu, Biergarten zu (Mi-So offen) – Es war Montag! Stephan wollte doch so gerne in den Schnee fassen. Aber: Wetter gut, Aussicht super so konnten jede Menge tolle Fotos geschossen werden. Am Fuße der Skihalle wurde sich dann für die weiteren Kilometer gestärkt – wir sind ja auch für solche „Notfälle“ bestens gerüstet. In Bottrop dürstete uns nach heißem Kaffee. Den fanden wir in einer Bäckerei und auch was Süßes war zu haben. Weiter ging´s – wir wollten wieder aus der Stadt in die Wälder. Welch Wunder – es war mal wieder ein Radweg gesperrt. Aber Gerhard findet immer wieder nach kurzer Fahrt über eine Hauptstraße den Weg zurück in Wald und Flur, es wurde sogar etwas abenteuerlich um die Halde Rheinbaben herum, Weiter ging es unter der Autobahn A2 hindurch an Elinghorst vorbei Richtung Kirchhellen in Hörweite der A31. Der letzte Abschnitt führte durch Wald und Feld Richtung Dorsten. Hier wurde in der Altstadt am Markt noch ein bis zwei Kaltgetränke aufgenommen, um den Flüssigkeitshaushalt und Elektolyte wieder auszugleichen. Das waren 58 km in Kälte, Sonne, Wind und zum Abschluss mit leichtem Regen, aber die paar Tropfen haben wir einfach weg geschwitzt, die Regenklamotten wurden nicht ausgepackt. Der Abend fand seinen Abschluss bei Cem´s Döner Kebap.

Da allen ziemlich kalt war ging´s wieder früh ins Hotel- einige sollen sogar die Heizung aufgedreht haben.

Am 3. Tag sind, wie schon in früheren Jahren, die „speziellen“ Fahrten – lang berchig und diesmal das besondere Highlight das Schiffshebewerk Henrichenburg. Vom Hotel Richtung Hervest, dann am Wesel-Datteln-Kanal mit einer seiner Schleusen und den Lippeauen. Richtung Marl verließen wir den Kanal und überquerten mit einer kleinen Bergwertung die Autobahn A52. Weiter ging´s durch Marler Randgebiet und 2 weitere Autobahnüberquerungen. Die verschiedenen Halden an denen wir unterwegs vorbeikommen nimmt man kaum wahr (zumindest wir Nicht-Ruhrpöttler) da sie bewaldet und zugewachsen sind. An Hüls vorbei und schon wieder eine Autobahn, diesmal die A43. Aber ein paar Meter weiter ist man wieder in der grünen Natur, dem Naturschutzgebiet „Die Burg“. In Richtung Oer Erkenschwick an den östlichen Stadtteilen von Recklinghausen vorbei ist bald darauf das ersehnte Etappenziel „Schiffshebewerk Henrichenburg“ erreicht. Uns imponiert die gewaltige Stahlkonstruktion, die Millionen von Nieten und die grandiose Ingenieurleistung im Jahr 1899. Es musste eine Höhe von 14,5 m überwunden werden zwischen Rhein-Herne-Kanal und dem Dortmund-Ems-Kanal. Von jetzt an ging es wieder Richtung Dorsten entlang des Rhein-Herne-Kanal über die tolle Bogen-Brücke “Sprung über die Emscher“. An dieser Stelle wird der Rhein-Herne-Kanal über die Emscher geführt. Entlang der neu angelegten Emscherauen wieder durch Recklinghausen. In der Bäckerei Zipper wurde nochmal Rast gemacht zur Stärkung für die Schlussetappe. Weiter ging die Fahrt durch die sehenswerte Altstadt von Westerhold über Hassel, Polsum nach Dorsten direkt zum Hotel. Es war ja schon 18 Uhr und wir hatten ca. 90 Kilometer in den Waden. Werner meinte er hätte laut seiner Uhr 380 Höhenmeter geschafft. Ich vermute er hat den Auf- und Abstieg in den Türmen des Hebewerks mitgezählt. Zum Tourabschluss gab´s ein kräftiges Abendmahl im El Tori – mit viel Salz, damit Werner keine Krämpfe bekommt.

Die Begeisterung über die 3 tollen Tage (Karneval ist nix dagegen) war so groß, dass einstimmig beschlossen wurde nächstes Jahr wieder ins nördliche Ruhrgebiet zu kommen.

Danke an Gerhard für die Ausarbeitung der Touren, er kennt noch viele schöne weitere Routen.

Rund um Dorsten in 2025

Aufgrund der relativ kurzen Anreise von Rolf, Herbert und Werner aus dem Sauer- und Siegerland fanden sich die Velofreunde relativ früh bei Gerhard ein und konnten dort ein 2. Frühstück genießen. Danach wurden im Hotel Albert in Dorsten-Holsterhausen die Zimmer bezogen, die Velofreunde kleideten sich um und fuhren zum Bahnhof Dorsten, denn es fehlte ja noch Stephan, der die längste Anreise aus der Schweiz hatte. Keiner hätte erwartet, dass Stephan pünktlich um 13 Uhr in Dorsten mittels Schienenersatzverkehr ankam und zuvor die Bahnstrecke Basel – Essen ebenfalls pünktlich bewältigt hatte. Ein Lob der Deutschen Bahn, die sich offensichtlich an diesem Tage ein Vorbild an den Schweizer Bahnen genommen hatte.

Nachdem auch Stephan sein Zimmer bezogen, die Radelkluft angelegt und das Ersatzvelo von Gerhard übernommen hatte, konnte losgefahren werden. Vorbei an grünen, blühenden Wiesen und Feldern, bei strahlend blauem Himmel fuhren die Velofreunde zum Hervester Bruch, wo allerlei Zugvögel ( u.a. Störche) beobachtet werden konnten und die ersten neugierigen E-Biker zum Interview warteten, voller Bewunderung darüber, wie man ohne Antrieb mit schweren Rädern aus Stahl überhaupt fahren kann. Es folgte ein gemütliches Einrollen entlang der Lippe und dem Wesel-Datteln-Kanal zur Zeche Fürst Leopold und von dort zu einem kurzen Trinkstopp am Weser-Datteln-Kanal. Eine besondere Herausforderung stellte die Lippeüberquerung mit der Seilzugfähre Baldur dar, denn hier war Armkraft statt Beinkraft gefragt. Dank des hervorragenden Einsatzes von Rolf und Gerhard, gelang es 5 Velo und 5 Fahrer ohne Probleme von Ufer zu Ufer überzusetzen. Stephan war kurzzeitig durch einen Rettungsversuch einer grünen Raupe abgelenkt. Vermutlich handelte es sich um einen Nachfahren der grünen Raupe, die den Velofreunden in mehreren Ausflügen im Raum Breisach und Freiburg in den vergangenen Jahren begegnet war. Werner hatte derweil mit allerlei blutrünstigen Insekten zu kämpfen. Rolf war davon nicht betroffen, denn ihn schützte eine dicke weiße Cremeschicht gegen Insekten und die Sonne. Dies hatte allerdings zur Folge, dass er von neugierigen Passanten angesprochen wurde, ob er die Wasserleiche im nächsten Tatort darstellen wollte. Die Fahrt wurde nach der Lippequerung fortgesetzt und verlief gemütlich zurück zum Hotel, wobei die gefürchteten Tempoverschärfungen von Herbert und die Sprinteinlagen von Rolf vollständig unterblieben. Jeder der Velofreunde wollte sich offensichtlich für die kommenden Herausforderungen schonen. Der 1. Tag endete bei gutem Essen und kühlen Getränken.

Nach einem guten und kräftigen Frühstück, teilweise mit Nachschubproblemen, die aber behoben werden konnten, starteten die Velofreunde voller Tatendrang am 2. Tag bei fantastischem Wetter Richtung Gelsenkirchen. Alle nicht ortskundigen Velofahrer waren begeistert von der überwiegend durch Grünland und Wälder führenden Tour. Dies galt im übrigen auch für die Touren an allen Tagen Rund um Dorsten. Keiner hatte den Eindruck mitten im Ruhrgebiet unterwegs zu sein. Ein größeres Waldstück wurde durchfahren, dank der ausgezeichneten Streckenplanung von Gerhard, konnte eine richtige Cross-Einlage gefahren werden. Fahrer und Velo zeigten dabei keinerlei Schwächen. Vorbei an Lüttinghof fuhren die Velofreunde Richtung Gelsenkirchener Hauptfriedhof, durch das Naturschutzgebiet Emscherbruch, über die Grimberger Sichel und den Rhein-Herne-Kanal zum Stadthafen von Gelsenkirchen. Nach einer kurzen Rast mit „Schlangestehen“ und Stärkung im Hafenkaffee ging es weiter am Rhein-Herne-Kanal entlang, vorbei an Ente Lippens Kneipe „Mitten im Pott“ in Essen-Karnap, Richtung Tetraeder Bottrop. Hier wartete die größte Herausforderung des Tages mit der Auffahrt auf den Tafelberg (65 Höhenmeter) und anschließendem Aufstieg auf den Tetraeder mit weiteren 50 Höhenmetern, die zu Fuß über 387 Treppenstufen bewältigt werden mussten. Insbesondere die schweizer Bergziege Stephan und der Flachländer Gerhard bewältigten diese Anstiege in herausragender Form. Rolf, Herbert und Werner schafften die Herausforderungen mit respektvollem Abstand und hatten genug Zeit, einen Blick auf die legendäre Direttissima-Treppe zu werfen, die ja bekanntlich während der Zeit von Felix-quäle-Dich Magath als Trainer bei Schalke 04 zu einer Berühmtheit wurde, denn die Fußballer durften an dieser Treppe, der Erzählung nach, mehrfach trainieren.

Die 5 Velofreunde benötigten derartige Trainingsmethoden nicht, sie genossen den Ausblick vom Tetraeder über Bottrop, das naheliegende Ski-Zentrum und Stahlwerk, den Blick Richtung Duisburg auf der einen und Dortmund auf der anderen Seite. Ihnen lag der Ruhrpott zu Füssen. Mit diesen tollen Eindrücken und den stark geschwollenen Oberschenkeln genossen die Velofreunde die Abfahrt vom Tafelberg und die Rückfahrt nach Dorsten-Holsterhausen, unterbrochen von einer kurzen Trinkpause im Zentrum von Dorsten. Wie der erste Abend, nahm auch der zweite seinen Ausklang bei kühlen Getränken und gutem Essen.

Der dritte Tag, nach ausgezeichneter Nachtruhe und einem guten Frühstück mit erneuten Nachschubproblemen, die nach freundlichem Bitten behoben werden konnten, führte die Velofreunde Richtung Rhein nach Westen, bei immer blauem Himmel und super Wetter. Zunächst erneut durch Feld und Wald, an den Postwegmooren vorbei, Richtung Kirchhellen und dort durch die Kirchheller Heide am Heidesee vorbei. Eine Landschaft, die mit ihren abgestorbenen Baumresten und den angestauten Gewässern eher einem kanadischen Urwald ähnelt, keinesfalls glaubt man sich im Ruhrgebiet zu befinden. Nach einer Stärkung in Dinslaken folgte die Weiterfahrt über Eppinghofen entlang dem Rotbach bis zur Rotbachmündung in den Rhein. Eine wunderschöne Fahrt, die auch durch Attacken von Eichenspinnern und aggressiven Nil-/Kanadagänse (mit Nachwuchs) nicht behindert werden konnte. Werners Radelschuhgröße 48 beeindruckte die aggressiven Gänse und sie gewährten den Velofreunden freie Durchfahrt. Eine Rast an der Rotbachmündung gab schöne Einblicke auf den Rhein und seinen beeindruckenden Schiffsverkehr. Von der Rotbachmündung fuhren die Velofreunde rheinabwärts, am ehemaligen Kohlekraftwerk Voerde vorbei, dessen Abriss gerade erfolgte, wobei die gigantische Infrastruktur rund um das Kraftwerk, mit Schiffsentladung, Fördereinrichtungen und Kohlefeuerung noch deutlich zu erkennen war. Nach einer Trinkpause mit Blick auf den Rhein in Götterswickerhamm, ging die Fahrt dann weiter Richtung Voerde und Hünxe, mit sehr welligem Terrain und Gegenwind, was Herbert immer wieder zu kraftvollen Sprint-Attacken animierte. Entlang der Lippe und dem Wesel-Datteln-Kanal fuhren die Velofreunde am Schloss Gartrop vorbei Richtung Dorsten, wo angesichts der hohen Temperaturen noch eine Zufuhr von Kaltgetränken unbedingt erforderlich war. Der Abend klang in Holsterhausen ebenso wie die Vorabende mit gutem Essen und Getränken aus. Drei wunderschöne Tage waren leider sehr schnell vorbei gegangen und alle Velofreunde waren der Meinung, das nächste Treffen in 2026 erneut in Dorsten und Umgebung stattfinden zu lassen. Ein besonderer Dank geht an Gerhard für die super Organisation und Auswahl der Strecken; keiner von den ortsfremden Velofreunden hätte diese tolle Umgebung mit den Radelmöglichkeiten erwartet.

 

 

2024  Ballrechten-Dottingen

Leicht verspätet sind wir in Ballrechten Dottingen im Gasthof Engel angekommen. Auf den Stufen vor dem Gasthaus hatte es sich Stephan, der mit dem Rad angereist war schon bequem gemacht und die Wartezeit mit dem Studium der Tageszeitung überbrückt.

Nach einer kurzen aber herzlichen Begrüßung wurden die Räder abgeladen, die Koffer auf’s Zimmer gebracht, die Radklamotten angezogen und auf’s Rad gestiegen.

Die erste Ausfahrt führte wie auch schon im letzten Jahr ein kleines Stück über den Badischen Weinradweg in Richtung Buggingen und Hügelheim. Kurz vor Buggingen packte uns der Ehrgeiz und wir zogen nach einem kurzen aber kräftigen Antritt an einer Gruppe Mountainbiker vorbei. Nach Buggingen ging es aber wieder bergauf und die Gruppe konnte den Materialvorteil (leichtere Räder und Schaltung) nutzen um wieder an uns vorbeizuziehen. Nur durch ein geschicktes Manöver (nutzen einer Abkürzung) ist es uns aber noch einmal gelungen vor die Gruppe zu kommen. Dem Navi sei dank!!! In Hügelheim trennten sich dann unsere Wege und wir konnten uns ein wenig vom Wettkampf erholen. In Müllheim mussten wir noch die Großbaustelle am Bahnhof überwinden bevor wir den Rhein in Steinenstadt erreichten. Die Unruhe in der Gruppe und das Verlangen nach einer Ruhebank, an der wir eine Trink- und Essenspause einlegen konnten, wurde immer größer. Kurz vor Neuenburg fanden wir endlich eine freie Bank und hatten die Möglichkeit uns noch vor der Einreise nach Frankreich zu stärken. Auf der französischen Seite ging es über Bantzenheim, Blodelsheim nach Fessenheim und zurück nach Deutschland. An der Schleuse haben wir uns noch die Zeit genommen einen Schleusenvorgang zu beobachten und Rolf erklärte noch kurz die Funktionsweise der Schleuse. Nach dem Vortrag wurde trotz massiver Beschwerden (Ruf nach Pause und Bier) kein weiteren Zwischenstopp in Bremgarten und Heitersheim eingelegt. Erst an der Unterkunft in Dottingen konnte der Wasser-Elektrolyt-Haushalt wieder ausgeglichen werden.

Da sich Herbert bei der ersten Ausfahrt doch sehr zurückgehalten hat, fiel seine Essensportion am Abend ein wenig klein aus.

Nach dem gemütlichen Morgenessen am zweiten Tag gemeinsam mit Stephans älteren Bruder Urs ging es auf die zweite Tour. Auf den ersten 15 km über Heitersheim, Grißheim bis zum Rhein haben wir einen Geschwindigkeitsrekord (22 km im Schnitt) aufgestellt. Es ging aber nur bergab und der Rückenwind hat gut geholfen. Auch diese Etappe führte uns nach dem überqueren des Rheins und des Rheinseitenkanals (Grand Canal d’Alsace) nach Frankreich. Auf dem Weg nach Fessenheim haben wir aufgrund der schlechte Erfahrungen im letzten Jahr natürlich besonders auf Raupen und Cantonnier (Straßenarbeiter) aufgepasst. Es ist aber nichts passiert und wir konnten die Fahrt ohne Zwischenfall entlang ruhiger Straßen und auf einer alten Eisenbahntrasse Richtung Algolsheim fortsetzen. Auf der Eisenbahntrasse zwischen Heitern und Obersaasheim wurde noch ein kurzer Zwischenstopp eingelegt, denn Herbert hatte noch für jeden ein gut gekühltes Pülleken in der Satteltasche. Nach der Stärkung ging es weiter nach Breisach. In der Fußgängerzone gab es noch einen Kaffee und eine kleine Pizza, die aber nicht allen bekommen ist. Die nächste Pause wurde an der „Jan Ulrich Straße“, so wie es sich für richtige Radsportfans gehört eingelegt und natürlich auch ein Erinnerungsfoto gemacht. Weiter führte unser Weg über Biengen, Bad Krozingen nach Staufen. Kurz vor Staufen wurden wir noch massiv beschimpft, weil wir mit unseren Velos verbotenerweise einen Fußweg befahren haben. Stephan konnte aber mit seinem Schweizer Charme und dem Hinweis, dass wir uns verfahren haben und den Fußweg bei nächster Gelegenheit wieder verlassen werden, die Lage sehr schnell beruhigen. In Staufen angekommen führte uns Werner auf direktem Weg zum Tortenparadies (Café Decker) an der Neumagenbrücke. Aber leider hat das Café Montags Ruhetag und wir mussten ins Café Schwarzwaldschön am Rathausplatz ausweichen. Der Kuchen war aber ebenfalls gut und wir konnten gestärkt die letzten Kilometer nach Dottingen angehen. In Grunern wurde es in der Gruppe noch einmal unruhig, da die Radwegbeschilderung in Richtung Ballrechten-Dottingen von der geplanten Streckenführung abwich. Aber die Zweifler konnten sehr schnell mit dem Hinweis, dass der Anstieg über den beschilderte Weg extrem ist, überzeugt werden und sie folgten ohne weitere Einwände dem Navi bis nach Dottingen. Am Abend wurde, da für Dienstag die Königsetappe mit über 90 km angesagt war, weniger Bier und mehr Cola, Radler und Kaffee getrunken.

Vor der Königsetappe haben wir noch ein kräftiges Frühstück (mindestens 1 Brötchen mehr bzw. eine größere Portion Müsli) zu uns genommen, und dann wurde gestartet. Zum Einrollen ging es wie schon bei der letzten Tour über Heitersheim, Grißheim, Zienken und weiter am Rhein entlang bis Neunburg am Rhein um dann in Neuenburg auf die französische Seite zu wechseln. Hier führte unsere Strecke über Banzenheim, Ottmarsheim auf ruhigen Wegen und durch den Ottmarsheimer Wald bis zum Canal du Rhône au Rhin. Auf und kurz nach der Brücke über den Kanal wurde eine kleine Fotopause eingelegt bevor wir uns in Mulhouse auf dem Marktplatz eine etwas längere Pause mit Cola, Kaffee und Gebäck gönnten. Stephan erklärte noch, dass Mulhouse fast 300 Jahre zur Schweiz gehörte und man deshalb an der Fassade des Rathauses die Wappen der Schweizer Kantone sehen kann. Auch zum Eisenbahn- und Automobilmuseum konnte Stephan noch einiges erklären. Der Rückweg führte wieder durch den Ottmarsheimer Wald bis nach Blodelsheim. Auf diesem Streckenabschnitt war Herbert nicht mehr zu bremsen, er übernahm die Führung, jagte die Durchschnittsgeschwindigkeit extrem nach oben und bis Fessenheim wurde die Fahrt bei wechselnder Führungsarbeit (Wechsel fast wie beim belgischen Kreisel) nicht langsamer. Erst als der Anstieg zur Schleuse kam war die Luft raus und es musste eine Erholungspause einlegt werden. Nachdem sich alle einigermaßen erholt haben, wurde der letzte Abschnitt ohne weitere Rast über Bremgarten, Heitersheim nach Dottingen angegangen. Beim Erreichen der Unterkunft waren alle froh, dass die Königsetappe geschafft und wir alle drei Etappen ohne Panne und Unfall überstanden haben.

Es waren mal wieder ein paar schöne aber auch anstrengende Tage und nächstes Jahr werden wir uns in Dorsten treffen.

 

2023  Ballrechten Dottingen

Leider hat es in diesem Jahr mit der Unterkunft in Breisach im Gasthof Adler nicht geklappt. Der Chef hat wohl in der Aufregung um das DFB-Pokalfinale 2022 „RB Leipzig / SC Freiburg“ den Überblick über die angenommenen Buchungen verloren.
Nach der ersten Enttäuschung 😪 über die Absage hat Werner als Kolonnenführer das Heft in die Hand genommen und nach stundenlanger Recherche im Internet eine Unterkunft in Ballrechten Dottingen im Gasthof Engel gefunden und gebucht.

Damit war das Treffen gerettet🥳.

Unsere erste Ausfahrt 🚲 führte uns ein Stück über den Badischen Weinradweg 🥵 in Richtung Müllheim und weiter nach Neuenburg am Rhein. Nach dem Zusammentreffen mit Stephan ging es mit kurzen Pumppausen über Heitersheim zurück nach Ballrechten.
Vor dem gemütlichen Ausklang des Tages musste aber erst noch das Hinterrad von Stephan geflickt werden.

Die Tour 🚲 am zweite Tag ging über Heitersheim und Grißheim in Richtung Frankreich.
Nach dem Grenzübergang verlief die Route am 40 Jahre alten AKW vorbei nach Fressenheim und von dort über sehr gut ausgebaute Radwege, teilweise auf einer alten Bahntrasse bis nach Breisach. Der Besuch im Elsass wurde nur überschattet von Rolf’s Sturz 🙈 in ein Gebüsch mit lauter 🦠 Buchsbaumzünslern. Aber auch hier war unser Kolonnenführer sofort zur Stelle um Rolf, der die Hechtrolle über den Lenker gut überstanden hat, von den grünen 🦠 Raupen zu befreien. Von Breisach fuhren wir nach einer Trinkpause weiter über Niederrimsingen in Richtung Bad Krotzingen und zurück nach Ballrechten.

Die dritte Tour 🚲 in Richtung Freiburg über Gallenweiler, Ehrenkichen und die Weinberge um Talhausen war wieder ein wenig anspruchsvoller. Kurz vor Freiburg war sogar eine Schiebepassage angesagt. Im Zentrum von Freiburg konnten wir uns noch mit glutenfreien Nussecken und Kaffee gegenüber vom Freiburger Münster stärken.
Die Rückfahrt über Münzingen, Schlatt und Heitersheim war etwas entspannter und nach einer Pause in der Eisdiele fiel uns der letzte Anstieg nach Dottingen leicht.
Zum Morgenessen am Abreisestag besuchte uns noch Stephan’s älterer Bruder Urs.
Es waren mal wieder ein paar schöne Tage und Werner hat sofort fürs nächste Jahr gebucht.

 

2022  Sauerland Radring

4 Jahre hat es gedauert, bis wir uns mal wieder zu einer Ausfahrt im Sauerland getroffen haben.

Als Startzeit war 10.00 Uhr in Eslohe angesetzt. Mit 20 Minuten Verspätung sind wir am Kurpark in Eslohe gestartet. Das Wetter und die Stimmung war sehr gut und die Räder liefen wie immer leicht. Nach einem kurzen Fotostopp am Kückelheimer Tunnel führte uns die Beschilderung nach Fretter, wo uns Rolf mit einem üppigen Frühstück überraschte. Gestärkt ging es weiter über Finnentop mit einer kleinen Trinkpause und Lennestadt nach Sallhausen. Hier gab es zur Stimulierung der Muskulatur erst einmal einen Schnaps und einen Müsliriegel. Nach einer kurzen Absprache haben wir uns, da wir weit hinter unserem Zeitplan zurück lagen, entschieden den Besuch bei Paul (Bräuti-Bräu) in Dorlar abzusagen und nur noch eine kurze Kaffeepause in Bad Fredeburg einzulegen. Den Besuch werden wir aber beim nächsten Treffen am Sauerland Radring auf jeden Fall nachholen. Belebt durch den Kaffee waren die letzten km von Bad Fredeburg nach Eslohe keine große Herausforderung mehr. Vor dem Verladen der Räder und der Rückfahrt mit dem Auto haben wir uns in Eslohe im „Hotel-Restaurant Forellenhof Poggel“ noch ein frisch gezapftes Bier und Radler gegönnt.

 

2022  wieder 3 Tage am Kaiserstuhl

Nach 3 Jahren haben wir uns endlich wieder in Breisach zur gemeinsamen Ausfahrt getroffen.
Die Freude über das Wiedersehen nach den Beschränkungen durch Corona war groß und es wurde sofort das erste Ziel festgelegt. Da Stephan bereits mit dem Rad aus der Schweiz angereist und damit schon 90 km in den Beinen hatte, haben wir uns für eine kleine Runde mit Kaffee und Kuchen Pause in Staufen, entschieden.
Nach der Tour gab es beim gemeinsamen Nachtessen im Landgasthof Adler die nächste Überraschung.

!!!!  zu Gast waren Stephans großer Bruder und Hansi Hinterseer !!!!

Es war ein sehr schöner und lustiger Abend.

Für den Samtag haben wir uns Kaysersberg und Eguisheim im Elsass vorgenommen. Eine Etappe von ca. 90 km. Die Rund war schön aber auch sehr anspruchsvoll. Durch die Weinberge rund um Kaysersberg war es teilweise so steil, dass das Fahren nicht mehr möglich war. Es war schieben angesagt.

Sonntags stand die Königsetappe auf dem Plan. Aber erst einmal musste ein Plattfuß vom Vortag geflickt werden. Es ging also mit ein wenig Verzögerung auf den Weg um den Kaiserstuhl mit Überfahrt über den Texaspass. Der Pass hat uns alles abverlangt und wir konnten ihn nur mit 2 Schiebepassagen überwinden.

Die Zeit war mal wieder viel zu schnell vorbei.
 

2019   Herbst_RTF in Waltrop

Uneinig waren wir uns über die Streckenlänge.
Sollen wir 111 km oder 71 km fahren war die Frage bis zur Streckenteilung.
Aus Angst im Ziel keine Wurst und kein Bier mehr zu bekommen haben wir uns dann doch für die 71 km entschieden.
Die Entscheidung war richtig, wir sind alle fit und früh genug im Ziel angekommen und konnten es uns so richtig gut gehen lassen.

 

2019   3 Tage Überlingen
Nach 500 km Anfahrt konnten wir Regen und Kälte nicht entfliehen.
Trotzdem ging es jeden Tag aufs Velo,
mit Ausfahrten nach Meersburg, zum Zeppelin Hangar in FN und nach Stockach

2018   Sauerlandring mit Brauereibesichtigung (Bräuti-Bräu)
(ca. 80 km)

Auf diesem Weg noch einmal ein Dankeschön an Paul.
Nach einer anstrengenden Fahrt über ca.80 km durchs hügelige Sauerland wurden wir herzlich in Dorlar (Ortsteil der Stadt Schmallenberg) empfangen und von Paul sofort in die Kunst des Bierbrauens eingeweiht.
Nachdem alle das Prozedere verstanden haben und wir als Grundlage noch eine Erbsensuppe mit Würstchen gereicht bekommen haben, ging es mit der
Bierverkostung weiter.
Das Bier war einfach köstlich.
Doch alles hat ein Ende und wir mussten ja noch ca. 5 km bis zum Auto mit dem Rad zurücklegen. Mit gefühlten 15 halben Litern vom hervorragenden Gerstensaft war diese Strecke sehr kurvenreich und nicht so einfach zu bewältigen, aber wir sind alle gut am Auto angekommen.
Wenn es sich ergibt, werden wir wieder einen Stopp in Dorlar bei Paul einlegen.

 

2018   3 Tage rund um Breisach
und über den Kaiserstuhl

2017   3 Tage rund um Breisach
mit einem Abstecher nach Colmar

2016   von Überlingen rund um den Bodensee
mit einem Abstecher zum Rheinfall

2015   von Überlingen rund um den Bodensee
mit Panne zwischen Radolfzell und Bodmann

2013   Rheintour von Hilchenbach bis Ormalingen in der Schweiz
über 1.000 km mit gefühlt 20 Speichenbrüchen

2011   RTF in Waltrop
110 km Rundtour

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